von Alexandra | März 12, 2026 | Auswirkungen von Selbstwert-Mangel
In Familien mit Gewalt und/oder Alkohol Problemen oftmals eine Überlebenswichtige Strategie gewesen, lauert darin heute eine neue Gefahr:
Du meisterst den Alltag geräuschlos. Während andere klagen, schulterst du die Lasten wie selbstverständlich. Doch in deinem Inneren ächzt alles nach einer Pause.
Mitmenschen betonen oft bewundernd deine Disziplin. Doch was nach außen hin wie Kraft erscheint, ist tief in dir eine Strategie des Überlebens. Und mittlerweile fühlst du eine unendliche Erschöpfung.
Deine Stärke ist oft kein Charakterzug, sondern ein Schutzschild.
Psychologen erklären heute: Dieses Dauer-Funktionieren basiert häufig auf frühen Erfahrungen. Wenn deine Bedürfnisse damals keinen Raum beanspruchen durften, lernte dein Gehirn eine bittere Lektion: Anpassung gewährleistet Sicherheit.
Du hast gelernt, Gefühle zu unterdrücken, um für andere präsent zu sein. Oder vielleicht auch, weil Aufmerksamkeit gefährlich war. Dein Perfektionismus war das Werkzeug, mit dem du deine Anerkennung erstritten hast. Oder, deine täglichen Dienste für andere, waren deine Sicherheit, möglichem Ärger entgegenzuwirken. Denn je unauffälliger und fleißiger du warst, umso sicherer warst du. Manchmal. In Familien mit Gewalt und/oder Alkoholproblemen ist das oftmals eine Überlebens-Wichtige Strategie.
Es war deine Strategie. Eine andere hattest du noch nicht.
Deshalb:
Läuft “einfach mal locker lassen“ ins Leere.
Vielleicht hast du es mit positivem Denken versucht. Doch neurobiologisch gesehen sind alte Muster wie tief eingegrabene Pfade in deinem Kopf. Der flüchtige Gedanke „Ich darf mich ausruhen“ prallt an der festen Überzeugung: „Ich muss aber noch dieses und jenes tun, sonst…“ einfach ab.
Wahre Veränderung braucht keine hohlen Floskeln, sondern bewusste innere Arbeit. Dein Nervensystem braucht neue Erfahrungen, Erfahrungen, die zurück in die Sicherheit führen. Nur so kann ein neues Selbstbild entstehen. Dein augenblickliches Selbstbild, hält dich auch in deiner jetzigen Welt fest. Und du wirst damit weiterhin genauso reagieren, wie du es seit Jahren tust.
Die jetzige Gefahr lautet deshalb:
Du lebst an deinem Leben vorbei. Du beutest deinen Körper aus. Dein Nervensystem ist am Anschlag.
Dein Impuls für heute:
Egal, was du eben gerade tust, bleib kurz stehen, Atme tief durch. Frage dich: „Was passiert, wenn ich heute einfach nicht tue, was ich auch immer tun muss?“
Beobachte das Gefühl, das dabei auftaucht. Nimm es nur wahr.
Dieses Gefühl kann richtungsweisend sein.
Was denkst du jetzt genau über dich und deine Situation?
Schreib mir gern und lass es mich wissen.
Oder du benötigst ein Gespräch, dann melde dich bei mir.
Manchmal ist ein Gespräch mit Fremden hilfreicher durch ihre Neutralität als mit Freunden, die befangen sind.
Du musst nicht mehr alles alleine tragen und alleine (aus-) halten.
Du bist nun Erwachsen und es stehen dir viele Möglichkeiten zur Verfügung, um neue Strategien zu etablieren.
Damit du dich Sicher und Geborgen fühlen kannst. Damit du dich aus diesem vermeintlichem Sicherheits-Kreislauf befreien kannst.
Herzlichst, Alexandra
von StepUProzess
von Alexandra | Jan. 2, 2026 | Auswirkungen von Selbstwert-Mangel
Wie oft hast du diese Woche Ja gesagt?
Nicht, weil du wolltest.
Sondern weil du nicht Nein sagen konntest.
Ja zu einer Aufgabe, die nicht deine ist
Ja zu einem Treffen, auf das du keine Lust hast
Ja zu einer Bitte, die dich überfordert
Ja zu Dingen, die dich leer machen
Und jedes Mal spürst du es:
Dieses schwere Gefühl im Bauch.
Diese innere Stimme, die flüstert: „Das willst du nicht.“
Aber du sagst es trotzdem.
Ja.
Warum tun wir das?
Es fühlt sich an wie Nächstenliebe.
Wie Teamgeist.
Wie „eine gute Person sein“.
Aber in Wahrheit ist es etwas anderes:
Angst.
Angst davor:
- Andere zu enttäuschen
- Abgelehnt zu werden
- „schwierig“ zu wirken
- Nicht mehr gemocht zu werden
- Angst vor Konflikten
- Angst sich rechtfertigen, sich erklären müssen
Dein inneres Kind glaubt immer noch:
„Wenn ich Nein sage, werde ich verlassen.“
“Wenn ich Nein sage, mag man mich nicht mehr.”
“Wenn ich Nein sage, gibt es richtig viel Ärger.”
Und deshalb sagst du Ja.
Immer wieder.
Bis du nicht mehr kannst.
Ich erzähl dir was:
Vor vielen Jahren habe ich zu allem Ja gesagt.
Zu jeder Bitte
Zu jedem Termin.
Zu jeder Erwartung.
Ich dachte, ich wäre hilfsbereit.
Ich dachte, ich bin dazu verpflichtet.
Und dann war ich nur noch erschöpft…
Eines Tages saß ich weinend auf dem Boden meines Badezimmers.
Völlig leer. Ausgebrannt. Am Ende.
Und ich wusste:
„So kann es nicht weitergehen.“
Das Problem mit dem falschen JA:
Jedes Mal, wenn du Ja sagst, obwohl du Nein meinst…
…verrätst du dich selbst.
…gibst du ein Stück von dir auf.
…sagst du dir unbewusst: „Meine Bedürfnisse sind unwichtig.“
“Ich habe kein Recht auf meine Ruhe, meine Stille.”
Mein damaliges Denken:” Ich bin Mutter und MUSS wollen, alles, immer! Erziehung, Fürsorge, Ordnung, Organisation, Hingabe und und und.
Als ich dann alleinerziehend war, bekam all das noch einmal ein ganz anderes Gewicht.
Ich steckte fest in einer Schuld- und Finanzfalle.
Schuld, weil ich glaubte, in der Ehe versagt zu haben. Weil ich mir einredete, ich hätte die Familie nicht zusammenhalten können. Ja, mehr noch: dass ich sie zerstört hätte.
Gleichzeitig war da der finanzielle Druck. Das Geld musste verdient werden. Also arbeitete ich, wie so viele Frauen in dieser Situation und hatte dadurch noch weniger Zeit für alles andere.
Die Prioritäten waren klar. Sie waren es immer.
Meine beiden Kinder standen an erster Stelle. Ihr Wohlergehen hatte zu jeder Zeit Vorrang, vor mir selbst, vor meinen Bedürfnissen, vor meiner Erschöpfung.
In meiner Situation war JA das richtige Wort. Dachte ich!
Bis ich mit Erschöpfungssyndrom ausgeknockt war.
Ich kündigte, lebte von meinem angelegten (was ich dazu auflöste) kleinem Geld und gönnte mir 4 Monate zuhause.
Ich wollte mich nicht krank schreiben lassen. ( Damals, hatte ich andere Prioritäten und Vorbehalte, heute würde ich das anders angehen)
Ich sagte NEIN zu Überlastung und JA zu mir und meiner Gesundheit, das war meine Rettung, in allerletzter Minute.
Heute kann ich dir aus 1.Hand sagen:
Ein Nein ist kein Angriff.
Es ist eine Grenze.
Und Grenzen sind nicht gemein.
Grenzen sind Selbstliebe.
Du darfst Nein sagen:
- Ohne Erklärung
- Ohne Entschuldigung
- Ohne schlechtes Gewissen
Dein Nein ist genauso wertvoll wie dein Ja.
Vielleicht sogar wertvoller.
Weil es bedeutet: „Ich bin mir wichtig.“
Übung: Das befreiende NEIN (10 Minuten)
Teil 1: Ehrlichkeit
Schreib auf:( Du weißt ja schon, ich bin ein Fan vom schreiben, es ist nachhaltiger für das Gehirn)
„Zu was, habe ich in den letzten Wochen JA gesagt, obwohl ich NEIN meinte?“
Liste alles auf, was dir einfällt, besonders in den letzten Wochen vor und rund um Weihnachten, könnte da so einiges gewesen sein.
Auch die kleinen Dinge
Teil 2: Das Gefühl
Lies deine Liste.
Und spür in deinen Körper.
Wo sitzt die Last?
Im Bauch? In der Brust? Im Hals?
Das ist dein Körper, der dir sagt:
„Das war zu viel.“
Teil 3: Das Neue
Such dir eine Sache von der Liste aus.
Und übe das Nein.
Stell dich vor einen Spiegel. ( Ja, ich weiß, das fühlt sich etwas albern an, aber es hat tatsächlich positive auswirkungen)
Schau dir in die Augen.
Und sag laut:
„Nein, das geht nicht.“
„Nein, das möchte ich nicht.“
„Nein, das passt mir nicht.“
Sag es zehnmal.
Bis es sich weniger fremd anfühlt.
Und dann, wenn du bereit bist:
Sag in der nächsten Woche ein einziges Nein.
Zu etwas Kleinem.
Etwas, das dich nicht überfordert, aber auch nicht mehr für dich stimmt.
Und beobachte, was passiert.
Die Welt wird nicht untergehen.
Die Menschen werden dich nicht hassen.
Aber du wirst ein Stück größer werden.
Ich weiß, das ist nicht leicht.
Ich weiß, es fühlt sich am Anfang falsch an.
Aber es ist der einzige Weg, wieder zu dir zu kommen.
Dein Ja ist wertvoll.
Gib es nur, wenn du es auch so meinst.
Herzlichst
Alexandra
PS: Nach deinem ersten echten Nein, schreib mir. Ich feiere es mit dir. 🎉
von Alexandra | Dez. 15, 2025 | Uncategorized
Ein Satz am Familientisch und etwas in dir zieht sich zusammen
Alle sitzen am Tisch.
Familienfeier. Essen. Stimmengewirr.
Du stellst eine ganz normale Frage. Freundlich. Interessiert.
Er dreht den Kopf zu dir und sagt:
„Das siehst du doch. Was fragst du denn so blöd.“
Ein Satz.
Nicht laut.
Nicht geschrien.
Aber scharf genug, um zu schneiden.
Alle hören zu.
Keiner sagt etwas.
Und du?
Du lachst vielleicht kurz.
Oder schweigst.
Oder senkst den Blick.
Und innen passiert etwas.
Was wirklich passiert und warum es so weh tut
Es ist nicht die Frage.
Es ist nicht der Ton allein.
Es ist das Bloßgestellt-Werden.
Vor anderen.
Ohne Schutz.
Ohne Rückendeckung.
In diesem Moment lernst du wieder ein kleines Stück:
Ich bin gerade zu viel.
Ich sage besser nichts mehr.
Ich stelle besser keine Fragen.
Das ist peinlich, ich bin peinlich.
Das sind keine großen Gedanken.
Sie laufen leise. Automatisch.
Und genau deshalb sind sie so gefährlich.
„War doch nicht so schlimm“ oder doch?
Vielleicht sagst du dir später:
„So ist er halt.“
Ich bin zu empfindlich.“
Ich hätte mich nicht so anstellen sollen.
Aber dein Körper weiß es besser.
Die Enge in der Brust.
Der Kloß im Hals.
Vielleicht rauschen in deinen Ohren.
Respektlosigkeit muss nicht laut sein.
Sie wirkt auch im Nebensatz.
Vor allem dann, wenn niemand widerspricht.
Die entscheidende Frage ist nicht, was er gesagt hat
Die entscheidende Frage ist:
Was hast du in diesem Moment mit dir gemacht?
Hast du dich verteidigt?
Oder dich selbst zurückgenommen?
Hast du deine Grenze gespürt oder übergangen?
Viele Frauen verlieren ihren Selbstwert nicht durch große Dramen.
Sondern durch viele kleine Situationen,
in denen sie sich selbst im Stich lassen.
Weil Mut fehlt, weil die Angst vor Ablehnung größer ist, weil Abhängigkeiten vorhanden sind….es gibt viele verschiedene Gründe.
Alle fangen bei deinem Selbstwert an.
Selbstwert beginnt genau hier
Nicht beim großen Gespräch.
Nicht beim ultimativen Konfrontieren.
Sondern bei dem inneren Moment, in dem du erkennst:
So möchte ich nicht behandelt werden.
Und das hat nichts mit „zu sensibel“ zu tun.
Wenn du solche Situationen kennst, dann ist das kein Zufall.
Es ist ein Muster.
Und Muster kann man verändern.
Nicht über Nacht.
Aber Schritt für Schritt.
Und es beginnt immer mit Bewusstsein.
von Alexandra | Nov. 27, 2025 | Auswirkungen von Selbstwert-Mangel
Hast du dir schon mal überlegt, wo Selbstvertrauen eigentlich herkommt?
Ich sage dir:
“Selbstvertrauen kannst du nicht kaufen, du musst es dir verdienen!
Mut kannst du nicht borgen, du musst ihn erarbeiten!
Selbstwert bekommst du nicht geschenkt, du musst ihn dir geben!
Ohne Selbstvertrauen traust du dir nichts zu und gehst an vielen Möglichkeiten vorbei.
Ohne Mut bleibst du in deiner Komfortzone und die anderen erleben, schönen Reisen, tolle Job´s, mehr Geld, gute Beziehungen.
Ohne Selbstwert triffst du schlechtere Entscheidungen, solche, die dich am Ende frustrieren oder sogar schädigen in Beziehungen, Beruf, Familie, Freundeskreis und Gesundheit”
Vertraust du dir heute ?
Handelst du heute mutig?
Gibst du dir heute deinen Wert?
Dann melde dich zu meinem O€ Webinar für Frauen ab 40+ an
Du bist wertvoller als alle Diamanten!!
Das weißt du nicht??
Du fühlst es nicht?
Das Leben ist zu kurz, um das so stehen zu lassen!
Melde dich unbedingt zu meinem O€ Webinar für Frauen ab 40+ an
Ich zeige dir, welche Schritte du gehen kannst, um das zu ändern.
unter www.beratung-koitka.de/webinar-Landingpage2/
von Alexandra | Nov. 25, 2025 | Uncategorized
Erkennst du diesen Satz?
“Das tut man nicht!”
Ist dir dieser Satz bekannt? Schon mal gehört?
Gehörst du zu den Frauen, die das als Mädchen immer wieder zuhören bekamen und das richtungsweisend war?
Hast du dich von klein auf bemüht, das Richtige zu tun? Damit andere mit dir zufrieden waren. Und heute weißt du nicht mehr, was du eigentlich brauchst und wünschst.
„Was sollen denn die Nachbarn denken?”
Also, hast du dich nicht getraut, dich auszuprobieren und deinen eigenen Weg zu gehen.
“Mädchen sind ruhig und angepasst.“ „Benimm dich!”
Deshalb bloß nicht auffallen, um nicht abgelehnt zu werden.
Das Problem? Diese alten Stimmen steuern dich noch heute, völlig unbewusst. Sie blockieren, sie lassen dich zweifeln, sie sperren dich in ein inneres Gefängnis.
Es ist Zeit, dich zu befreien. Und wenn du jetzt merkst, das ist es !!!
“Ich fühle mich, wie in einem Gefängnis“, andauernd höre ich in mir, was ich alles nicht darf, nicht soll, nicht kann, sowieso nicht schaffe, etc.
Dann könnte „StepUP der Veränderungsprozess“ genau das richtige für dich sein. Melde dich zum Newsletter an und erfahre wann es in die nächste Runde geht.