Was es dich heute wirklich kostet, immer „die Starke“ zu sein

Du meisterst den Alltag geräuschlos. Während andere klagen, schulterst du die Lasten wie selbstverständlich. Doch in deinem Inneren ächzt alles nach einer Pause.

Mitmenschen betonen oft bewundernd deine Disziplin. Doch was nach außen hin wie Kraft erscheint, ist tief in dir eine Strategie des Überlebens. Und mittlerweile fühlst du eine unendliche Erschöpfung.

Deine Stärke ist oft kein Charakterzug, sondern ein Schutzschild.

Psychologen erklären heute: Dieses Dauer-Funktionieren basiert häufig auf frühen Erfahrungen. Wenn deine Bedürfnisse damals keinen Raum beanspruchen durften, lernte dein Gehirn eine bittere Lektion: Anpassung gewährleistet Sicherheit.

Du hast gelernt, Gefühle zu unterdrücken, um für andere präsent zu sein. Oder vielleicht auch, weil Aufmerksamkeit gefährlich war. Dein Perfektionismus war das Werkzeug, mit dem du deine Anerkennung erstritten hast. Oder, deine täglichen Dienste für andere, waren deine Sicherheit, möglichem Ärger entgegenzuwirken. Denn je unauffälliger und fleißiger du warst, umso sicherer warst du. Manchmal. In Familien mit Gewalt und/oder Alkoholproblemen ist das oftmals eine Überlebens-Wichtige Strategie.

Es war deine Strategie. Eine andere hattest du noch nicht.

Deshalb:

Läuft “einfach mal locker lassen“ ins Leere.

Vielleicht hast du es mit positivem Denken versucht. Doch neurobiologisch gesehen sind alte Muster wie tief eingegrabene Pfade in deinem Kopf. Der flüchtige Gedanke „Ich darf mich ausruhen“ prallt an der festen Überzeugung: „Ich muss aber noch dieses und jenes tun, sonst…“ einfach ab.

Wahre Veränderung braucht keine hohlen Floskeln, sondern bewusste innere Arbeit. Dein Nervensystem braucht neue Erfahrungen, Erfahrungen, die zurück in die Sicherheit führen. Nur so kann ein neues Selbstbild entstehen. Dein augenblickliches Selbstbild, hält dich auch in deiner jetzigen Welt fest. Und du wirst damit weiterhin genauso reagieren, wie du es seit Jahren tust.

Herzlichst, Alexandra

„Das JA, das mich fast zerstört hätte, das Nein, das mich gerettet hat.“

Wie oft hast du diese Woche Ja gesagt?

Nicht, weil du wolltest.
Sondern weil du nicht Nein sagen konntest.

Ja zu einer Aufgabe, die nicht deine ist
Ja zu einem Treffen, auf das du keine Lust hast
Ja zu einer Bitte, die dich überfordert
Ja zu Dingen, die dich leer machen

Und jedes Mal spürst du es:

Dieses schwere Gefühl im Bauch.
Diese innere Stimme, die flüstert: „Das willst du nicht.“

Aber du sagst es trotzdem.
Ja.

Warum tun wir das?

Es fühlt sich an wie Nächstenliebe.
Wie Teamgeist.
Wie „eine gute Person sein“.

Aber in Wahrheit ist es etwas anderes:

Angst.

Angst davor:

  • Andere zu enttäuschen
  • Abgelehnt zu werden
  • „schwierig“ zu wirken
  • Nicht mehr gemocht zu werden
  • Angst vor Konflikten
  • Angst sich rechtfertigen, sich erklären müssen

Dein inneres Kind glaubt immer noch:
„Wenn ich Nein sage, werde ich verlassen.“

“Wenn ich Nein sage, mag man mich nicht mehr.”

“Wenn ich Nein sage, gibt es richtig viel Ärger.”

Und deshalb sagst du Ja.
Immer wieder.
Bis du nicht mehr kannst.

Ich erzähl dir was:

Vor vielen Jahren habe ich zu allem Ja gesagt.

Zu jeder Bitte
Zu jedem Termin.
Zu jeder Erwartung.

Ich dachte, ich wäre hilfsbereit.

Ich dachte, ich bin dazu verpflichtet.


Und dann war ich nur noch erschöpft…

Eines Tages saß ich weinend auf dem Boden meines Badezimmers.
Völlig leer. Ausgebrannt. Am Ende.

Und ich wusste:

„So kann es nicht weitergehen.“

Das Problem mit dem falschen JA:

Jedes Mal, wenn du Ja sagst, obwohl du Nein meinst…

…verrätst du dich selbst.
…gibst du ein Stück von dir auf.
…sagst du dir unbewusst: „Meine Bedürfnisse sind unwichtig.“ 

“Ich habe kein Recht auf meine Ruhe, meine Stille.”

Mein damaliges Denken:” Ich bin Mutter und MUSS wollen, alles, immer! Erziehung, Fürsorge, Ordnung, Organisation, Hingabe und und und.

Als ich dann alleinerziehend war, bekam all das noch einmal ein ganz anderes Gewicht.
Ich steckte fest in einer Schuld- und Finanzfalle.

Schuld, weil ich glaubte, in der Ehe versagt zu haben. Weil ich mir einredete, ich hätte die Familie nicht zusammenhalten können. Ja, mehr noch: dass ich sie zerstört hätte.

Gleichzeitig war da der finanzielle Druck. Das Geld musste verdient werden. Also arbeitete ich, wie so viele Frauen in dieser Situation und hatte dadurch noch weniger Zeit für alles andere.

Die Prioritäten waren klar. Sie waren es immer.
Meine beiden Kinder standen an erster Stelle. Ihr Wohlergehen hatte zu jeder Zeit Vorrang,  vor mir selbst, vor meinen Bedürfnissen, vor meiner Erschöpfung.

In meiner Situation war JA das richtige Wort. Dachte ich!

Bis ich mit Erschöpfungssyndrom ausgeknockt war. 

Ich kündigte, lebte von meinem angelegten (was ich dazu auflöste) kleinem Geld und gönnte mir 4 Monate zuhause.

Ich wollte mich nicht krank schreiben lassen. ( Damals, hatte ich andere Prioritäten und Vorbehalte, heute würde ich das anders angehen)

Ich sagte NEIN zu Überlastung und JA zu mir und meiner Gesundheit, das war meine Rettung, in allerletzter Minute. 

Heute kann ich dir aus 1.Hand sagen:

Ein Nein ist kein Angriff.
Es ist eine Grenze.

Und Grenzen sind nicht gemein.
Grenzen sind Selbstliebe.

Du darfst Nein sagen:

  • Ohne Erklärung
  • Ohne Entschuldigung
  • Ohne schlechtes Gewissen

Dein Nein ist genauso wertvoll wie dein Ja.

Vielleicht sogar wertvoller.
Weil es bedeutet: „Ich bin mir wichtig.“

Übung: Das befreiende NEIN (10 Minuten)

Teil 1: Ehrlichkeit

Schreib auf:( Du weißt ja schon, ich bin ein Fan vom schreiben, es ist nachhaltiger für das Gehirn)

„Zu was, habe ich in den letzten Wochen JA gesagt, obwohl ich NEIN meinte?“

Liste alles auf, was dir einfällt, besonders in den letzten Wochen vor und rund um Weihnachten, könnte da so einiges gewesen sein.


Auch die kleinen Dinge

Teil 2: Das Gefühl

Lies deine Liste.
Und spür in deinen Körper.

 Wo sitzt die Last?
Im Bauch? In der Brust? Im Hals?

Das ist dein Körper, der dir sagt:
„Das war zu viel.“

Teil 3: Das Neue

Such dir eine Sache von der Liste aus.
Und übe das Nein.

Stell dich vor einen Spiegel. ( Ja, ich weiß, das fühlt sich etwas albern an, aber es hat tatsächlich positive auswirkungen)

Schau dir in die Augen.
Und sag laut:

„Nein, das geht nicht.“
„Nein, das möchte ich nicht.“
„Nein, das passt mir nicht.“

Sag es zehnmal.
Bis es sich weniger fremd anfühlt.

Und dann, wenn du bereit bist:

Sag in der nächsten Woche ein einziges Nein.

Zu etwas Kleinem.
Etwas, das dich nicht überfordert, aber auch nicht mehr für dich stimmt.

Und beobachte, was passiert.

Die Welt wird nicht untergehen.
Die Menschen werden dich nicht hassen.
Aber du wirst ein Stück größer werden.

Ich weiß, das ist nicht leicht.
Ich weiß, es fühlt sich am Anfang falsch an.

Aber es ist der einzige Weg, wieder zu dir zu kommen.

Dein Ja ist wertvoll.
Gib es nur, wenn du es auch so meinst.

Herzlichst
Alexandra 

PS: Nach deinem ersten echten Nein, schreib mir. Ich feiere es mit dir. 🎉

Du fühlst es nicht?

Hast du dir schon mal überlegt, wo Selbstvertrauen eigentlich herkommt?

Ich sage dir: 

“Selbstvertrauen kannst du nicht kaufen, du musst es dir verdienen!

Mut kannst du nicht borgen, du musst ihn erarbeiten!

Selbstwert bekommst du nicht geschenkt, du musst ihn dir geben!

Ohne Selbstvertrauen traust du dir nichts zu und gehst an vielen Möglichkeiten vorbei.

Ohne Mut bleibst du in deiner Komfortzone und die anderen erleben, schönen Reisen, tolle Job´s, mehr Geld, gute Beziehungen. 

Ohne Selbstwert triffst du schlechtere Entscheidungen, solche, die dich am Ende frustrieren oder sogar schädigen in Beziehungen, Beruf, Familie, Freundeskreis und Gesundheit”

Vertraust du dir heute ? 

Handelst du heute mutig? 

Gibst du dir heute deinen Wert? 

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Du bist wertvoller als alle Diamanten!!

Das weißt du nicht??

Du fühlst es nicht?

Das Leben ist zu kurz, um das so stehen zu lassen!

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„Sag mal redest du so mit dir?“

Täglich taucht sie so schnell auf, dass wir sie kaum bemerken. Sie gehört zu uns wie unsere Augen, Ohren, usw.

Die Stimme, die sich einmischt, den ganzen Tag. Die Stimme, die uns Unwahrheiten erzählt, oft schon Jahre lang.

Sie klingt dann so:

“Ich binzu dumm für sowas.”

“ Ich schaff das eh nicht.”

„Andere können das…ich nicht.”

“Warum bin ich nur so blöd?”

“Ich krieg nie was richtig hin.”

“Ich bin einfach zu ungeschickt.”

“Wie sehe ich denn heute wieder aus!”

Viele Frauen sprechen täglich mit sich auf diese Art.

Diese Stimme ist allgegenwärtig. Aber nicht erkannt, nicht bewusst.

Sie hat sich eingenistet, sich´s gemütlich gemacht. Und schädigt dich, leise, stetig, unaufhaltsam! Sie nagt an deinem Selbstwert, deinem Selbstvertrauen. Du wirst dir gegenüber unfreundlich, unverzeihlich. Und sie schafft es, dass du leiser wirst, dich weniger einbringst, dir nichts mehr zutraust, dich nicht gemeint fühlst. 

Und letzendlich glaubst, andere finden dich nicht gut, lehnen dich ab.

Tatsächlich lehnst du dich selbst ab. Immer und immer wieder.

Bis du bereit bist, das zu stoppen!

Vielleicht konnte ich dich damit berühren. Vielleicht erkennst du dich grade selbst.

Lass es mich gerne wissen. Ich lese deine Antworten wirklich gerne.

Selbstvertrauen beginnt da, wo du dir wieder glaubst

Wie du dir selbst wieder glaubst!

Am Anfang steht oft dieser leise Gedanke: Ich weiß gar nicht mehr, was ich kann.

Und genau da fängt Selbstvertrauen an, nicht im großen Tschakka-Moment, sondern im Augenblick, in dem du beginnst, dich selbst wieder ernst zu nehmen.

Selbstvertrauen ist nichts, was vom Himmel fällt. Es wächst, wenn du merkst: Ich kann etwas bewegen. 

Oder auch, wenn du dir etwas vornimmst und durchziehst, stärkt das dein Selbstvertrauen ungemein.

Stell dir vor, du beschließt, ab morgen dreimal die Woche zehn Minuten Englisch zu üben.
Weil du dich sicherer fühlen möchtest, wenn du sprichst.

Eine einfache Vereinbarung – zwischen dir und dir.

Was denkst du wohl, wie es sich auf dein Selbstvertrauen auswirkt, wenn du deine Vereinbarung mit dir selbst hinten runter fallen lässt? Und wenn du das immer wieder tust.

Genau, du schwächst dein Selbstvertrauen. Dein Vertrauen in dich selbst! 

Selbst – Vertrauen. Ich vertraue mir und meinen Fähigkeiten. Das wiederum ist enorm wichtig für Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit ist der Schlüssel zur Unabhängigkeit. Wenn ich selbst – wirksam bin, bin ich fähig, Entscheidungen umzusetzen. Das wiederum stärkt meinen Selbstwert.

Also ein win – win für ein unschlagbares Trio :

Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit.

Reflexionsfrage:

Wo hast du dich zuletzt selbst im Stich gelassen? Schreib es nieder und deine Auswirkungen.

Und was wäre heute ein kleiner Schritt, um dir zu zeigen, ich kann mich auf mich verlassen.

Schreib auch das auf. Und denke darüber nach, was es für Auswirkungen haben kann. 

Ich wünsche dir eine besonders schöne Zeit und lass mich gerne wissen, was du von dem Beitrag hältst

Was will ich wirklich? Warum?

Und was hat das nun, mit deinem Selbstwert zu tun?

Ich meine, weißt du denn, was du wirklich willst? Oder weißt du mehr davon, was du nicht willst?

Um deine Lebenssituation zu verbessern, benötigst du ” Fokus”  -wo soll es hingehen, was ist dein Wunsch, dein Lebensziel.

Was genau soll sich denn verbessern?

Und um den Fokus halten zu können, musst du aber wissen, was du wirklich willst. Ein Beispiel: Ich möchte Urlaub in einem fremden Land machen. Es soll Strand, Sand, Cocktails, Ruhe geben. Das trifft auf unzählige Urlaubsländer zu. Was für eine Reise möchte ich denn nun buchen? Mein Fokus: Ich mache Urlaub, mein, was will ich wirklich: Griechenland, am besten eine Insel, Samos, da wollte ich immer schon einmal hin. Warum? Weil ich mich selbst davon überzeugen will, dass es dort wirklich so schön ist, wie mir oft vorgeschwärmt wurde und ich einen besonders schönen Urlaub mit viel Ruhe und schöner Umgebung brauche, um mich zu erholen.

Fokus.Was will ich.Warum.

Ein unschlagbares Trio für erfolgreiches Handeln. 

Und was, wenn dein Selbstwert dich sabotiert?

Aus mangelndem Selbstwert, wirst du deinen Fokus, dein, was “will ich wirklich” und dein „Warum“, völlig anders definieren.

Gut möglich, dass du viel Anerkennung und Aufmerksamkeit im Außen suchst. Somit wird dein Trio bestimmt, vom Bedürfnis nach Anerkennung. Wenn es dir wichtig ist, gesehen, gehört und beachtet zu werden, damit dein Selbstwert genährt wird, bist du nahezu stets vom Wohl und Weh der Außenwelt abhängig und tust alles dafür, zu gefallen. Oder deutlicher gesagt- tust du das, was du tust, weil du weißt, dass du es wirklich möchtest, weil es dich nährt, glücklich macht, befriedigt, ein wohliges Gefühl vermittelt? Dein Selbstvertrauen stärkt ? Oder tust du´s, weil du dir wünscht, dass du gesehen, gehört, beachtet wirst und damit deinen Selbstwertmangel nähren möchtest? Das ist ein wichtiges Momentum bei der Wahl deiner Entscheidungen und Handlungen. Je wertiger du dich fühlst, dir sicher um deinen Selbstwert bist, desto wertvoller sind deine Entscheidungen, die dich persönlich betreffen. Unabhängig vom Außen. Ganz bei dir.

Fokus: Aufmerksamkeit im Außen

Was will ich wirklich: gesehen werden,

Warum: weil ich mich dann bedeutender fühle als im Augenblick.

Beispiel: Frau, Familie. Typische Szene: Mann und Kinder benötigen dies und das… Du bist diejenige, die dies und das organisiert, plant, hervorbringt, Tag ein, Tag aus. Familie ist der Meinung: Du bist die Beste, du weißt immer, was wir brauchen: Ohne Dich geht hier nichts.

Fokus: Familie zu versorgen. 

Was will ich wirklich: alles tun, damit die anderen glücklich sind.

Warum: weil ich dann an Bedeutung gewinne, ohne mich geht nichts. 

Tatsächlich sabotiert dein Selbstwertmangel dein gesamtes Leben. Und du lebst im Sinne der anderen, damit du deinen Mangel, deine Minderwertigkeit nicht mehr spürst. 

Ergebnis: Absolute Abhängigkeit von der Meinung anderer. 

Und was genau willst du denn nun wirklich?

Die besseren Lebens Entscheidungen trifft die Frau, die einen gestärkten Selbstwert hat. Aus ihrem Wissen, um ihre Wertigkeit, ergeben sich bessere Entscheidungen und damit bessere Lebensumstände.

Dein Warum, ist dein Raketenantrieb, um dein Ziel zu erreichen. Im negativen wie im positiven.

Ohne Warum, versandet deine Ambition im Nirgendwo. Oder bleibt nur halb so erfolgreich.

Wenn du deine Lebenssituation verbessern möchtest, arbeite an deinem Selbstwert. Und an deinem Warum.

Im nächsten Beitrag erfährst du mehr über Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit. Und was das mit deinem Selbstwert zu tun hat.

Bis bald, Alexandra