Du fühlst dich angegriffen und dann passiert genau das, was du dir geschworen hast, zu vermeiden.

Jemand sagt etwas, und in dir dreht sich alles. Du willst eigentlich ruhig bleiben. Aber dein Körper hat längst schon entschieden, was als nächstes passiert.

+Vielleicht schweigst du. Einfach nichts sagen, weil dir die Worte fehlen, oder du sagst nichts, weil das sicherer für dich ist. Oder du willst es gerade einfach nicht. Oder du glaubst, das es sowieso keinen Sinn hat.

+Vielleicht kommen Tränen. Schneller als du willst. Und sofort steckt da dieses Gefühl: Schwäche. Scham. Hilflosigkeit.

+Oder du gehst rein in den Kampf. Worte fliegen, die Stimme wird lauter, du schreist, du brüllst. 

+Oder du wirst körperlich heftig. Die Tür knallt. Der Stuhl fliegt durch den Raum.

Und danach? Frust. Ärger auf dich selbst. Hilflosigkeit. Verzweiflung. 

Und ein inniges Bedürfnis, dein Wunsch an dich selbst: Beim nächsten Mal mach ich es anders, bestimmt.

Warum reagierst du so, obwohl du es doch gar nicht willst?

All das, das Schweigen, die Tränen, das Schreien, die körperliche Heftigkeit: Es sind erlernte Strategien. Dein Nervensystem hat in der Vergangenheit gelernt: So überlebst du eine bedrohliche Situation. Das war damals vielleicht sogar richtig und hilfreich. Oder es wurde genauso vorgelebt und du hast für dich damals verstanden, so wird das Problem gelöst. So habe ich zu reagieren.

Nur: Heute sind diese Reaktionen oft nicht mehr passend. Und trotzdem laufen sie automatisch ab, schneller als du denken kannst.

Der psychologische Hintergrund:

Wenn du dich angegriffen oder bedroht fühlst, egal ob körperlich oder emotional, schaltet dein Gehirn blitzschnell in einen Überlebensmodus. Die sogenannte Amygdala, ein kleiner Bereich im Gehirn, der für Alarmreaktionen zuständig ist, übernimmt das Steuer. Sie sendet Signale, die deinen Körper auf Kampf, Flucht oder Erstarrung vorbereiten.

Das ist biologisch sinnvoll und gleichzeitig der Grund, warum in solchen Momenten die rationale, reflektierte Antwort einfach nicht funktioniert. Die Hirnregion, die für überlegtes Handeln und Kommunikation zuständig ist (der präfrontale Kortex), wird buchstäblich zurückgedrängt.

Quelle: van der Kolk, B. (2014). The Body Keeps the Score. Penguin Books. Ein Standardwerk über Trauma, Stressreaktionen und das Nervensystem, das erklärt, warum der Körper in Belastungssituationen automatisch reagiert.

Schweigen, Weinen, Schreien, körperliche Reaktionen ,das alles sind Ausdrucksformen dieses Alarmzustands. Reaktionsmuster, die sich tief ins Nervensystem eingegraben haben oft schon in der Kindheit.

Eigentlich möchtest du ganz anders reagieren

Du willst sozial reagieren. Beziehungsverträglich. Du willst eine Antwort finden, die nicht verletzt, weder dich noch den anderen.

Aber es gelingt dir nicht. Du hast es schlicht nie gelernt. Dir fehlen die inneren Werkzeuge. Vielleicht fehlt dir der Mut, weil Verletzlichkeit sich noch nie sicher angefühlt hat. Vielleicht bist du so überzeugt, im Recht zu sein, dass Verständigung gerade gar nicht möglich scheint.

Und so bleibt nach jedem solchen Moment eine Mischung zurück: Frust. Ärger. Hilflosigkeit. Verzweiflung. Das Gefühl, wieder verloren zu haben in einem Spiel, das du gar nicht spielen wolltest.

Das Muster durchbrechen, aber wie?

Der erste Schritt ist, sie zu verstehen. Zu erkennen, dass dein Körper versucht, dich zu schützen, mit den Mitteln, die er kennt.

Dann kommt langsam, mit Übung und Begleitung das, was neu gelernt werden kann: andere Wege zu finden. Wege, die wirklich zu dir passen. Die sich sicher anfühlen. Die nicht auf Kosten der Beziehung gehen.

Du musst das Gefühl, die Verliererin zu sein, nicht mit dir tragen. Es ist kein Urteil über dich. Es ist ein Hinweis darauf, dass da etwas in dir bereit ist, sich zu verändern.

Und das ist ein ziemlich guter Anfang.

Und wie kann dir das nun wirklich gelingen?

Die 5 Schritte der Veränderung helfen dir dabei. 

  1. Bewusstsein
  2. Verständnis
  3. Loslassen
  4. Neuausrichtung
  5. Handeln

Falls dir das auf Anhieb nicht gelingt, kannst du dir gerne meinen Selbstwert-Impuls für 0€ holen. Dort findest du ein praktisches Beispiel, wie du in die Veränderung kommst. Es kann ein Anfang sein. 

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Und selbstverständlich kannst du dich gerne melden, wenn du dabei Unterstützung benötigst.